Impulse

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Behütet durchs Leben - Psalm 23

Die Welt ist im Wandel. Immer und überall. Das war sie schon immer. Und doch kommt es einem so vor, als ob sie sich gerade besonders schnell dreht. Als ob der Wandel noch schneller, noch intensiver ist als früher. Ich habe das Gefühl, dass sich einige Dinge vor allem grundlegender ändern. So mancher Glaubenssatz, den man jahrelang vielleicht jahrzehntelang als gegeben angesehen hat. Der ist auf einmal überholt. Oder zumindest fühlt es sich plötz- lich so an. Wie lange glaubte man, dass viel Fleisch zu es- sen stark macht. Wie lange glaubte man, dass Fruchtsäfte genauso gesund sind wie das Obst auf dem Etikett. Wie lange glaubte man, dass Antibiotika immer gut sind und man Fieber sofort senken muss. Wie lange glaubte man, der Frieden in Europa sei gesichert.


In all dem Wandel sehnen sich viele Menschen nach Kon- stanten. Nach Dingen, die bleiben, wie sie waren. Wie man es gewohnt ist. Manch einer versucht einfach, die Veränderung zu verdrängen. So zu tun, als ob es sie nicht gibt. Aber das ist wohl eher weniger hilfreich. Gerade als Christen und Christinnen haben wir aber tatsächlich et- was, das bleibt. Eine Konstante. Unter anderem haben wir Texte, die schon so vielen Generationen Inspiration waren und sind. „Der Herr ist mein Hirte“ ist wohl immer noch einer der bekanntesten Sätze der Bibel. Der 23. Psalm ist ein Text, den viele noch auswendig können. Der vielen ein Ankerpunkt ist. Etwas, worauf man sich verlassen kann. Natürlich ändert sich in der Forschung auch der Blick auf Psalm 23. Aber der Grundgedanke. Die Zusage: „Gott ist bei dir. Gott ist für dich da.“ Das ist etwas, was bleibt. Das gilt nicht nur heute. Nicht nur dieses Jahr. Das gilt schon seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, Jahrtausenden. Und das gilt auch weiter. Auch wenn die Bilder aus dem Psalm vielleicht eher eine Übersetzung brauchen, weil nur noch wenige Hirten im Umkreis arbeiten. Der Psalm bleibt aktu- ell. Hat auch immer noch einen Einfluss auf mein Leben. So viele Jahre nach der Verfassung.


Auch heute noch kann ich mich auf den Hirten verlassen. Auf den, der auf mich achtet. Auf den, der nach mir schaut und mich nie zurücklässt.


Mir den Weg weist, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Mich trägt, wenn die eigenen Kräfte am Ende sind. So viel steckt in dieser Zusage. So viel, was mir auch heute noch hilft, weil ich darauf vertrauen kann.


Und tatsächlich ist es für mich auch ein besonderes Gefühl zu wissen, dass schon so viele Generationen Trost und Zuspruch aus diesen Worten gezogen haben.

Dass schon Martin Luther, Dietrich Bonhoeffer, Corrie ten Boom und viele andere Christinnen und Christen diesen Psalm gelesen, sich damit auseinandergesetzt haben. Viele auch Kraft gewonnen haben für die Herausforderun- gen ihrer Zeit, die ganz anders sind als meine.

Damit ist es auch eine Verbindung, eine Gemeinschaft, die durch diesen Psalm hergestellt wird. Zwischen dem Volk Israel, den Christen damals bis zu uns heute. Umso mehr ist es für mich eine Einladung und Motivation, mich auf diese alten Worten immer wieder einzulassen und auf das eigene Leben wirken zu lassen.

Probieren Sie es aus!

Ihr Pfarrer Oliver Jusek

















Dann waren die Schafe da, und alles wurde anders! 



Das Gras wuchs und wuchs. Meine Schwiegermutter entschied sich, drei Schafe anzuschaffen, um das Gras auf der Wiese kurz zu halten. Da lernte ich Schafe kennen, und mein Verhältnis zu ihnen veränderte sich grundsätzlich.

Früher waren Schafe für mich liebe, nette Tiere, die ich mir gerne anschaute, wandelnde, weiche Wollknäule, die einen starken Gemeinschaftssinn haben. Besonders schön fand ich es, wenn sich im Frühjahr die Mutter- schafe mit ihren Lämmern auf den Weiden aufhielten. Man kann sagen: Ich hatte eine durch und durch positive Einstellung zu Schafen.


Doch dann kamen die ersten Schafe zu meiner Schwiegermutter auf die Wiese. Nun lernte ich Schafe aus nächster Nähe kennen. Meine heile „Schafwelt“ brach in sich zusammen. Da liefen nun Tag für Tag drei Schafe die Weide auf und ab, den Kopf gesenkt, immer Gras fres- send und kauend. Wenn Menschen vorbeikamen, begann ein ohrenbetäubendes Blöken. In jedem vorübergehenden Passanten sahen die Schafe eine Futterquelle. Die Nachbarn wurden langsam unruhig.


Ein Schaf hatte sich darauf spezialisiert, den Zaun auseinanderzunehmen, um die verlockenden bunten Blumen in Nachbars Garten fressen zu können. Hatte sich das Schaf erst einmal ein kleines Loch geschaffen, gab es keine Zurückhaltung mehr. Die Verlockung der schmackhaften Blumen in Nachbars Garten war einfach zu groß. Und dann geschah, was geschehen musste. Das Schaf blieb im Zaun hängen und konnte aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Die anderen beiden Schafe standen daneben und schauten interessiert zu. Das stecken ge- bliebene Schaf begann laut zu blöken. Nur mit vereinten Kräften konnten meine Schwiegermutter, meine Frau und ich das Schaf aus seiner unglücklichen Lage wieder befreien.


Mit Schafen hatte ich bis dahin auch Friedfertigkeit ver- bunden. Aber darin habe ich mich ebenfalls getäuscht. Immer wieder kam es vor, dass die Schafe aufeinander losgingen. Sie nahmen Anlauf und prallten dann mit voller Kraft aufeinander, Kopf auf Kopf. Schon das Zuschauen bereitete mir Kopfschmerzen.


Ich könnte noch vieles mehr erzählen. Aber ich denke, diese wenigen Beispiele zeigen schon, dass sich meine Einstellung zu Schafen grundlegend geändert hat. Mir ist in dieser Zeit deutlich geworden, warum wir Menschen in der Bibel mit Schafen verglichen werden. Der Schreiber des 23. Psalms hat schon gewusst, warum er uns nicht mit galoppierenden Rennpferden, scharf- sichtigen Adlern oder freundlichen Delfinen vergleicht. Die Schafe sind Tag für Tag unter- wegs, um Nahrung zu finden und aufzuneh- men. Dabei verlieren sie schon mal den Blick für das, was links und rechts geschieht. Die Blumen in Nachbars Garten üben einen gewaltigen Reiz aus. Das führt zu Grenzüber- schreitungen. Und wenn sie sich dann so richtig in die Wolle bekommen, geht es hoch her.

Das alles kommt mir sehr bekannt vor!!!

Bernd Hüffmann, Pfarrer i.R.
















Musik war noch nie ein so wichtiger Bestandteil des Lebens. Sie begleitet uns den ganzen Tag. Doch oft ist es lediglich die Berieselung nebenbei im Hintergrund. Das intensive Hören von Musik wird seltener. Streamingdienste bieten das gesamte weltweite Musikangebot an. Allein

die Entscheidung, was höre ich mir als Nächstes an, kann mühsam sein. Doch gleichzeitig melden sich die Langspielplatten zurück. Die Scheiben aus Vinyl verlangsamen

den Zugriff auf Musik und ermöglichen so einen intensiveren Musikgenuss. Wer steht schon auf und dreht nach einem nicht gefallenden Musikstück die Scheibe um? Bei dieser Art des    Musikgenusses spüren wir immer sehr schnell, dass die Musik in uns etwas ganz Tiefes auslöst

und das besonders in der Advents- und Weihnachtszeit. Man kann jetzt noch gar nicht glauben, dass es bald schon wieder so weit ist. Abends wird es früh dunkel. Warum nicht eine Kerze an-

zünden und Musik hören? Und schon bin ich in einer anderen Welt. Die Gedanken

schweifen in die Vergangenheit, in die Zukunft. Landschaften entstehen vor meinem geistigen Auge, in denen ich „spazieren gehe“. Ich begegne Menschen, die eigentlich weit weg wohnen. Ich begegne Menschen, die mich schon lange verlassen haben. Das Geheimnis der Musik

ist unergründlich. Nur wir Menschen machen Musik. Nur wir Menschen hören gewollt Musik.

Der Musiker Bosse singt in seinem Song „Augen zu, Musik an“ aus dem Jahr 2018:

Augen zu, Musik an.

Musik, Musik, Musik.

Augen zu, Musik an,

solang‘ ich denken kann.

Sie schwebt an meinen Körper. „Sie zieht“ mich in ihren

Bann.

Dann Augen zu, Musik an.

Und ich flieg‘, ich flieg‘, ich flieg‘.

















Musik liegt in der Luft - Weihnachten und die Musik

Das ist eine Erfahrung, die viele Menschen machen. Kann man deshalb sagen: Musik, ein Fingerzeig Gottes? Ein Stück Himmel? Ich kann nur aus tiefstem Herzen Ja sagen.

Doch es ist nicht für jeden dieselbe Musik, die ihm den Himmel auf Erden eröffnet. Für jeden und jede ist es die ganz eigene Musik. Für die einen ist es die Volksmusik, die Lieder der Jugend, für andere sind es die klassischen Choräle. Für mich ist es jegliche Art gefühlvoller Musik.

Jede Musik, die mit Herzblut komponiert oder improvisiert wurde. Die Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach, die Trompete von Miles Davis in „Kind of Blue“. Die vom nahenden Tod gezeichnete Stimme Johnny Cashs und, und, und … .


Wo ich mich der Musik öffne, findet Begegnung statt. Und wo Begegnung stattfindet, ist uns Gott ganz nah. Wir können das Phänomen Musik nicht erklären. Aber wir können die Musik genießen, einfach so, ohne Hintergedanken. Durch sie wird Gott uns in schweren Tagen trösten,

wird uns Erinnerungen schenken, die wir schon verloren glaubten. Er wird uns Kraft schenken für den Weg, der vor uns liegt. Er wird uns Gelassenheit schenken. Und das ist

auch die weihnachtliche Botschaft. Es ist besonders die Advents- und Weihnachtszeit, in der

die Luft voller Musik zu sein scheint. Merkwürdigerweise wird in dieser Zeit nicht ständig neue Musik verlangt, sondern die Wiederholung des Bekannten. Es ist mir passiert, dass junge Menschen nach dem Weihnachtsgottesdienst enttäuscht zu mir gekommen sind und sich beschwerten, dass ja gar keine richtigen Weihnachtslieder gesungen wurden. Als junger Pfarrer hatte ich überlegt, im Gottesdienst mal nicht „Stille Nacht“ singen zu lassen, sondern

etwas Neues. Das passierte mir nie wieder! Ich habe daraus gelernt: Gerne immer wieder was Neues, aber bitte zur Advents- und Weihnachtszeit nur in kleinen Dosen. Denn gerade diese „alten“ Lieder tragen die Menschen in das Weihnachtsgeschehen hinein und verbinden sie mit

der Weihnachtsgeschichte und dem Weihnachtsgefühl, das sie von Kindesbeinen an begleitet hat.                                                            

                                                                                                           Bernd Hüffmann, Pfarrer i.R.


Und nun erzählen einige Menschen von ihren liebsten Advents- und Weihnachtsliedern.

Stern über Bethlehem EG 546

Text und Melodie dieses Liedes stammen von einem Zeitgenossen, Alfred Hans Zoller, aus dem Jahr 1964. In meiner Kindheit habe ich sehr viele Weihnachtslieder ge- sungen, mit Instrumenten gespielt und kennengelernt und ich hatte viele „Lieblingslieder“. Da fand ich es besonders spannend, dieses „neuere“ Weihnachtslied kennenzuler- nen. Hier fühlte ich mich noch einmal anders angespro- chen und berührt.

Neuere Weihnachtslieder, so wie dieses beziehen sich auf das Weihnachtsgeschehen, wie es überliefert wird und stellen in Text und Melodie einen Bezug her zum Erleben des Menschen hier und heute, um so die Bedeutung für uns heute deutlich zu machen.

In diesem Lied „Stern über Bethlehem“ steht das Symbol „Stern“ für diese Verbindung von Geschehnissen und dem Glauben an Gott als Kind in der Krippe und unserer Erfah- rung, unseren ureigenen Fragen und Sehnsüchten.

Wir staunen über Sterne, über die scheinbare Unendlich- keit des Kosmos, und wir fragen nach Gottes Weg und Willen, und wir fragen nach unserem Weg. Wo wird er uns hinführen, zur Krippe? Wo Gott sich in einem hilflosen Kind zeigt? Haben wir Erbarmen mit Hilflosen? Wollen wir da überhaupt hin? Zur Krippe? Wer leuchtet uns den Weg aus? Können wir den dritten Vers mitsingen: „Wir sind am Ziel? Du hast uns hergeführt, wir bleiben hier, wir danken dir“?! Vierter Vers: „Wir teilen aus!“ Wünschen wir es uns? „Stern über Bethlehem, schein auch zu Haus!?

Möge es bei uns hell werden, singen wir es zusammen!

Dorle Awolin, Organistin in St. Jakobus

Es ist ein Ros entsprungen EG 30

Der Gottesdienstraum im Gemeindehaus ist festlich geschmückt. Auf der rechten Seite des Altars steht der Adventskranz, auf der linken Seite der Weihnachtsbaum. Die Kerzen sind angezündet. Es ist Heilig Abend  -  Heilig Abend 1962 im Gemeindehaus der St. Simeoni Kirchengemeinde in Rodenbeck. „Es ist ein Ros entsprungen“ - dieses Weihnachtslied durfte ich mit dem damaligen Po-

saunenchor als noch blutjunger Anfänger mitspielen. Es war für mich ein großartiges Gefühl dabei sein zu dürfen. Und dieses Weihnachtslied hat mich bis heute begleitet.

Im Laufe der Jahre wurde mir die Bedeutung dieses Liedes immer bewusster. „Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart“. Eine Wurzel - zart - das Jesu Kind in der Krippe – es wächst zu einer Rose heran und „mit seinem hellen Scheine vertreibt´s die Finsternis“. Viele Jahre habe ich den Kirchenchor am Wichernhaus in

Dützen geleitet. Um mich zu Hause auf die Chorarbeit vorbereiten zu können, habe ich zu Weihnachten von meiner Frau ein Tischkeyboard bekommen. Das erste,    was ich nach langem Üben mehrstimmig spielen konnte, war das Lied „Es ist ein Ros entsprungen“. In unserem Gesangbuch finden wir unter der Nummer 31

einen 4-stimmigen Kanon, den ich mit dem Kirchenchor und dem Bläserkreis während einer Advents- und Weihnachtsmusik im Wichernhaus aufgeführt habe. Die Erinnerung an den Heiligen Abend 1962 ist bis heute unvergessen. Und so freue ich mich schon auf Weihnachten, wenn dann wieder gesungen wird: „Es ist ein

Ros entsprungen“ und die Finsternis und Schrecken der heutigen Zeit aus unseren Gedanken „vertreiben“ zu lassen. So wünsche ich uns allen eine frohe und geseg-

nete Advents- und Weihnachtszeit.

Günther Gravenkamp, Leiter des St. Jakobus Bläserkeises

Fröhlich soll mein Herze springen EG 36

Heiligabend 1981. Mein erster Gottesdienst nach Theo- logiestudium und Examen. Neben der Predigt gehört die Auswahl der Lieder zu den besonderen Herausforderun- gen eines Gottesdienstes, damit diese gut zum Thema des Gottesdienstes passen. Ich erinnere mich, dass ich damals das wunderbare Lied von Paul Gerhardt ausgesucht habe: „Fröhlich soll mein Herze springen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören alle Luft laute ruft: Christus ist geboren!“ Diese Fröhlichkeit passte zu unserer damaligen Stimmung: Nicht nur Christus ist geboren, meine Frau Marlies war hochschwanger, und wir warteten auf die Geburt un-seres ersten Kindes.

Heiligabend 1984. Inzwischen war ich als Hilfsprediger in der ersten Pfarrstelle in Bielefeld tätig. Diesmal sollte unser zweites Kind exakt zu Weihnachten kommen. Für alle meine Weihnachts-Gottesdienste hatten Kollegen aus den Nachbargemeinden sich bereit erklärt, kurzfristig ein- zuspringen, falls die Geburt während eines Gottesdienstes passiert. „Fröhlich soll mein Herze springen...“ - erst Sonntag, 30. Dezember. Nachdem die Glocken der Lutherkirche in Bielefeld verstummt waren, kam unser zweiter Sohn zur Welt. Und ich hatte an diesem Sonntag keinen Gottesdienst. Es war eine große Freude.

Heiligabend 1989. Ich lag auf der onkologischen Station an der Portastraße in Minden. Seit 5.00 Uhr morgens bekam ich Infusionen. Es war so schwer, an Heiligabend im Krankenhaus zu sein. An diesem Tag sang nach der Morgenandacht im Radio auf WDR 4 ein Chor das Lied: „Fröhlich soll mein Herze springen / dieser Zeit…“. Nein, ich war nicht fröhlich. Mein Gesangbuch und meine Bibel waren meine Begleiter im Krankenhaus. Ich las die 7. und 8. Strophe:

„Die ihr schwebt in großem Leide, sehet, hier ist die Tür zu der wahren Freude...“ „...sei getrost: hier wird gefunden, der in Eil machet heil / die vergift’ten Wunden.“

Das war für mich wie eine riesige Kraftquelle.

Heiligabend 1990. Mit großer Freude konnte ich wieder das Lied „Fröhlich soll mein Herze springen / dieser Zeit...“ singen. Die Zeit der Krankheit war nach 1 1⁄2 Jahren über- standen. „Sehet, hier ist die Tür zu der wahren Freude...“ Christus ist geboren.

Hans-Walter Goldstein, Pfarrer i.R.

Ich steh an deiner Krippen hier EG 37

Mein liebstes Weihnachtslied ist für mich ‚Ich steh an Deiner Krippen hier‘ von Johann Sebastian Bach. Hineingeboren in eine musikalische Familie hat mein Vater

uns Kindern diesen Choral immer als erstes unterm Tannenbaum am Klavier gespielt, später ist er mir auch als Chorsänger oder Dirigent bei musikalischen Aufführungen z.B. des Weihnachtsoratoriums oder des Schemellischen

Gesangbuches immer wieder begegnet. Ich liebe an ihm den künstlerisch wertvollen melodischen Verlauf und die harmonischen Ausgestaltungsmöglichkeiten.

Sebastian Grünberg, Chorleiter an St. Jakobus

Theologie:

Dietrich Bonhoeffer 

Der ev. Theologe Prof. Dr. Thorsten Dietz erklärt in einem Videovortrag Bonhoeffers Denken. Der Vortrag erschien in der Reihe „Worthaus“. 

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit EG 1

Dieses Lied bringt mich mit dem Text, mit der Melodie, mit dem ganzen Gefühl dieser Musik sofort in die Advents- und Weihnachtszeit. Es nimmt mich mit in meine eigene Konfirmandenzeit. Da habe ich ihn das erste mal ganz bewusst wahrgenommen. Es nimmt mich mit ins Vikariat. Da musste ich mit diesem Lied üben, eine Gemeinde im Gesang anzuleiten. Dieser fremdartige Text, der auch nach einem Theologiestudium nicht viel verständlicher wirkt. Worte, die sonst

niemand benutzt. Und dann das Ganze so bildlich, dass eh alles einer Interpretation bedarf. Vielleicht ist es gerade das. Diese Vielfalt an Bildern, die mich immer wieder etwas Neues in diesem Lied entdecken lässt. Auch nach all den Jahren. Oder auch dieses bedingungslos Gute, was Gott zugesprochen wird. Gerade in Advent und zu Weihnachten hört man das besonders gern. ER ist gerecht. ER ist sanftmütig. ER ist barmherzig. ER beendet alle unsere Not. Da ist nichts, was negativ bleibt. Sondern ER bringt mit sich lauter Freud und Wonn. So spricht dieses Lied über das Kind in der Krippe, das so viel mehr ist. Dieser Enthusiasmus tut mir gut. Gerade im Advent. Vielleicht ist es gerade das. Oder alles zusammen.

Oliver Jusek, Pfarrer in St. Jakobus

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Dietrich Bonhoeffer ist einer der bekanntesten evangelischen Theologen. Er hat uns gerade heute, 80 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod einiges zu sagen. Hier zunächst eine Biografie dieses Mannes. Die Lebensgeschichte Dietrich Bonhoeffers wurde eindrucksvoll durch eine Schülergruppe der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Neustadt/Aisch erstellt. 

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Der bekannteste Text von Dietrich Bonhoeffer ist das Gedicht „Von guten Mächten …“. Siegfried Fietz hat dazu eine Melodie geschrieben. Wenn Sie das Lied singen möchten, hören Sie hier die Melodie und sehen den Text: